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Het Naaldenveld in Zandvoort, Holland – ein riesiges Gelände mit vielen kleinen Plätzen und vielen großen Bäumen. Vier von diesen Plätzen durften wir die letzten beiden Augustwochen unser zu Hause nennen.

Mit gepackten Taschen und viel guter Laune sind wir am 15.08.2013 früh morgens in Hiltrup aufgebrochen, ehe wir gegen 14.00 Uhr endlich in Zandvoort ankamen. Wir waren absolut überrascht und total begeistert: Die unzähligen Tonnen Material (wir haben natürlich jedes einzelne Teil, das wir mitgenommen haben, gebraucht!) war schon von den fleißigen Bienchen unseres Bulli-Vortrupps und unserem gesprächigen LKW-Fahrer ausgeladen worden.

Wie es anders sein kann regnete es natürlich als wir ankamen. Doch die Wettergötter hatten ein Einsehen mit uns: Es ist eben viel schöner Zelte ohne Regen aufzubauen und so hörte es innerhalb kürzester Zeit hörte es auf zu regnen. Es stand genug Arbeit an: Schlafzelte wurden verteilt, Tannenzapfen weggefegt, Hämmer geschwungen, Zelte abgespannt, Isomatten und Schlafsäcke zugeordnet, Zelte eingerichtet und jede Menge Süßigkeiten verdrückt. Als Belohnung für die ganze Arbeit gab es dann natürlich das beliebte Standardessen des ersten Lagertages: Hot Dogs, in deutschen Brötchen wohlgemerkt – das letzte Mal für zwei Wochen, dass wir richtiges Brot kauen durften! Den Abend haben wir damit verbracht, uns kennen zu lernen. Die Kinder die Leiter, die Leiter die Kinder, die Kinder die Kinder und natürlich die Leiter die Leiter. Dabei haben wir gleichzeitig das Amphitheater des Platzes erkundet.

Die nächsten beiden Tage wurden von den Wölflingen und den Jungpfadfindern genutzt, den Strand und die Supermärkte Zandvoorts auszukundschaften. Zandvoort lag eine gute Stunde Fußmarsch von unserem Platz entfernt! Einen der beiden Tage verbrachten beide Stufen gemeinsam. In gemischten Gruppen in Verbindung mit einem Stationsspiel machten sie sich auf den Weg nach Zandvoort. Zur gleichen Zeit haben die Pfadis und Rover die drei großen Gemeinschaftsjurten für den Stamm aufgebaut. Die Jurtenburg wurde bei Regen als Frühstücksaal genutzt und an den Sonntagen ansprechend für die Gottesdienste umgestaltet. Auch wurden einige Abende in der Café-Jurte mit „Mühle“ und „Mensch-ärgere-dich-nicht“ verbracht.

Nachdem die ersten Lagertage gut überstanden waren und sich alle gut eingelebt haben, fand am Sonntag der erste Gottesdienst im Lager statt. Unsere beiden Kuraten haben einen Wortgottesdienst mit schöner musikalischer Unterstützung vorbereitet. Den Rest des Sonntags sowie den Montag hat der gesamte Stamm gemeinsam verbracht. Wir haben in den Wellen im Meer getobt und auf dem Platz Spiele in gemischten Gruppen veranstaltet.

Am Dienstag gingen dann endlich die Gruppentage los: Jede Gruppe hat die Tage für sich verbracht, die Wölflinge allerdings als ganze Stufe gemeinsam. Einige Gruppen sind hiken gegangen. Da es in Holland leider nicht möglich ist wild zu campen, gestaltete sich das Hiken etwas schwieriger, da man schon im Voraus einen festen Schlafplatz buchen musste. Andere Gruppen sind klettern oder schwimmen gegangen, oder haben sich am Platz aufgehalten und dort Geländespiele gespielt. Ebenfalls bereiteten einige Gruppen auch ihre Versprechen vor bzw. legten ihre Versprechen ab.

Nachdem am Donnerstag alle Gruppen wieder glücklich und zufrieden auf dem Naaldenveld angekommen waren, stand für abends „Das Pfadfinderduell“ auf dem Plan, welches von den Rovern vorbereitet wurde: Angelehnt an das bekannte Familienduell, traten alle Gruppen gegeneinander an und mussten erraten, welches die fünf häufigsten Antworten waren, die hundert befragte Pfadfinder auf die verschiedensten Fragen gegeben haben. Wir hatten alle so viel Spaß, dass wir sogar spätabends die Nachtruhe des Platzes störten.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist dann etwas Seltsames passiert: Über Nacht haben sich sowohl die Leiter als auch die Kinder in Monster, Hexen, Untote, Zauberer und ähnliche Gestalten verwandelt. Bei der Morgenrunde waren zwar alle „Kinder“ und „Leiter“ anwesend, aber eben nicht mehr wiederzuerkennen. Glücklicherweise wurde uns zugetragen, wie eine Rückverwandlung möglich sei: Man musste mit den richtigen Zutaten und dem richtigen Zauberspruch einen Rückverwandlungstrank brauen. Das Sammeln der Zutaten war sehr aufwändig und stellte sich als Tagesaufgabe heraus. Am Ende hatten unsere fleißigen Monster alle Aufgaben erledigt und alle Zutaten, sogar die geheimste Geheimzutat, gesammelt. Alle saßen am Abend gespannt um das Feuer herum, auf dem in unserem großen Hexenkessel der Trank zur Rückverwandlung gebraut wurde. Gemeinsam sprachen alle den Zauberspruch – und tatsächlich, es hat geklappt, alle verwandelten sich zurück: in Wös, Juffis, Pfadis, Rover und Leiter. Spätestens am nächsten Tag hatte sich die Verwandlung komplett vollzogen. Wir haben bis heute nicht erfahren, wie diese skurrile Verwandlung über Nacht geschehen konnte, aber am Ende waren wir einfach nur froh, dass wir wieder wir selbst waren und kehrten glücklich in den Lageralltag zurück.

Monsterparty - Bild 02

Mittlerweile waren etliche Besucher angekommen, die ein bisschen Lagerluft schnuppern wollten. In diesen Tagen haben wir zusammen mit den Besuchern eine Sportolympiade und ein Geländespiel mit dem gesamten Stamm veranstaltet. Auch Theo ist zusammen mit Bruder Konrad für zwei Tage zu Besuch gekommen, sodass wir zusammen mit den Gästen eine Eucharistiefeier in unserer Jurte feiern könnten. Während die Rover und Pfadis sich am Abend um die Juffis und Wös kümmerten, hatte die Leiterrunde einen freien Abend für das Leiterversprechen. Britta, Marco, Jo, Volker, Tim und Hendrik legten in einem sehr schönen Rahmen ihre Versprechen ab. – Es war ein gelungener Abend und sechs sehr schöne Versprechen, die anschließend gebührend gefeiert wurden: Altes Fieber!

Für die beiden nächsten Tage waren noch einmal Gruppentage vorgesehen, bevor am Mittwoch der letzte richtige „schöne“ Programmpunkt anstand: Schlag den Leiter! Die Kinder sind in den verschiedensten Disziplinen gegen die Leiter angetreten. Wissensfragen wurden beantwortet, Völkerball gespielt, Zelte auf Zeit auf- und abgebaut, Weintrauben mit dem Mund aufgefangen – und letztendlich mussten sich die Leiter in einem sehr knappen Wettkampf geschlagen geben.

Bevor für die kommenden Tage lediglich der Abbau in Angriff genommen werden sollte, wurde das Lager am Mittwochabend mit einer großen Party in der Jurte abgerundet. Alle haben ihre Pailletten-Kleider aus dem Koffer geholt und sich gestylt, damit sie an unseren Türstehern vorbeikommen. Nachdem diese Hürde von allen erfolgreich gemeistert wurde, ging drinnen eine schöne und laute Party gefeiert. Die Stimmung war aufgeheizt, die Tanzfläche voll und es wurde getanzt bis der Strom aus war. Alle waren begeistert und sind anschließend erschöpft und mit platten Füßen auf die Isomatten gefallen und in ihre Schlafsäcke gekrabbelt.

Und plötzlich war schon das Ende des Lagers gekommen, der Abbau stand an. Wir suchten unsere unzähligen Sachen zusammen und beluden den LKW, die Bullis und den Anhänger. Und man kann es kaum glauben: Alles war verstaut, ehe die Busse am 30.08.2013 gegen Mittag am Naaldenveld ankamen. Kaum waren die Plätze in den Bussen eingenommen, fielen vielen auch schon die Augen zu – den Kindern natürlich nicht (Kinder sind scheinbar nie richtig müde zu kriegen!). Gegen 16.30 Uhr kamen die Busse schließlich am Parkplatz „Hohe Ward“ an und alle freuten sich von ihren Familien in Empfang genommen zu werden. Nach der Ankunft musste am Alten Pfarrhof noch etwas gerödelt werden. Super, dass so viele geholfen haben! Am Abend sind schließlich alle müde, aber glücklich in ihre Betten gefallen. Endlich mal wieder ausschlafen! Das Lager hat super viel Spaß gemacht: Schön, dass immer alle begeistert dabei waren und am Programm teilgenommen haben!

Vielen Dank auch nochmal an Konstantin, der sich Tag für Tag um unser leibliches Wohl gesorgt hat und dafür die Supermärkte in der Umgebung leer gekauft hat.

Eins sei aber noch erwähnt: Was wäre ein Lager ohne Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang? Wahrscheinlich nur halb so schön! Auch bei uns ist das natürlich nicht zu kurz gekommen. Dank wunderbaren Gitarrenspielern und einem tollen neuen Liederbuches (es ist tatsächlich schon am letzten Lagertag angekommen), konnten unsere Stimmen heiser gesunden werden. Wir haben uns kräftig bemüht, den Kindern viele Lagerfeuerlieder beizubringen. – Es hat geklappt! Auch die kleinen Wölflinge, denen Englisch vielleicht doch etwa spanisch vorkommt, konnten am Ende des Lagers wenigstens den Refrain eines Liedes mitsingen: Wind of Change!

Danke für zwei schöne Wochen und bis zum nächsten Mal!

„Gut Pfad“ wünscht,

die Leiterrunde

 

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